Handwerk an die Schulen
Der LSR ist sich der Probleme unseres Landes sehr wohl bewusst; dem
großen Nachholbedarf in der Strukturpolitik, vor allem der Infrastruktur, um so
bessere Voraussetzungen für die Wirtschaft zu schaffen. Doch sollten wir auch
Bildungspolitik als Strukturpolitik und Bildung als eine unserer wichtigsten
Rohstoffquellen ansehen, dessen Potential bislang nicht ausreichend genutzt
wurde. Doch sehen wir gerade hier den bedeutendsten Ansatzpunkt für die
Gestaltung der Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns.
Im Bildungssektor muss dazu auch besonders die Stellung der Haupt- und
Realschulen verbessert werden. Als eine sinnvolle Maßnahme um dieses Ziel zu
erreichen, halten wir die Zusammenarbeit der lokalen Industrie- und
Handwerksbetriebe mit den Schulen. Denn gerade diese sollten als Arbeitgeber
primäres Interesse an einer soliden und umfassenden Schulbildung haben, die die
Vorraussetzung für einen qualifizierten Abschluss darstellt. In diesem Sinne
sollte ein Tag der Tür stets eine Einladung für alle Betriebe sein, sich über die
Bedingungen und Möglichkeiten der Schulen zu informieren und Unterstützung und
Zusammenarbeit anzubieten, z.B.:
- ▪ Angebot von Praktika (2-3 für jeden Schüler während seiner Schulzeit)
- ▪ Besichtigung von Betrieben
- ▪ Ausstattung der Fachkabinette durch die Betriebe
- ▪ Mitgestalten von Projekttagen
- ▪ Angebot von Ferienjobs
Auch halten wir eine finanzielle Unterstützung der Schulen für eine geeignete Möglichkeit um z.B. fehlende Lehrmittel anzuschaffen, ohne die leeren öffentlichen Kassen zusätzlich zu belasten. Dabei muss jedoch unbedingt verhindert werden, dass Schulen sich feste Sponsoren suchen und / oder in finanzielle Abhängigkeit der Wirtschaft geraten und durch ungleichmäßige Verteilung eine Zweiklassenbildung geschaffen wird. Deshalb muss Sponsoring und jede andere Unterstützung den Auflagen und der Kontrolle des Schulamtes unterliegen (die allerdings auch nicht abschreckend kompliziert und bürokratisch sein darf), um zu gewährleisten, dass alle Schulen von einer Zusammenarbeit profitieren und die Schule als umfassende Bildungseinrichtung nicht ihre Unparteilichkeit verliert. Eine Variante dies zu sichern, wäre z.B. die Schaffung eines „Fördertopfs für Bildung“, in den Betriebe einzahlen. Aus diesem können Schulen dann ganz nach Bedarf unterstützt werden.
Auszug aus dem Forderungskatalog "Bildung ist Zukunft" des LSR- "Handwerk an die Schulen"

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