Mecklenburg-Vorpommern. (MS) Vergangenen Freitag beging der Landeselternrat einen Festakt zum zwanzig Jährigen Jubiläum, im Hotel am Ring in Neubrandenburg. Dabei hielten Vertreter aus Bildung und Kultur, unter anderem Minister Henry Tesch, Grußworte an die Elternvertretung. Für den Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern tat dies Vorstandsmitglied Michael Schulz. Dabei stellte er die herausragende Bedeutung der Zusammenarbeit beider Institutionen heraus und wie gut diese in der Vergangenheit funktionierte.
„Lassen Sie uns zusammen daran arbeiten, noch mehr Eltern und Schüler, besonderes vor Ort, für die Mitwirkung an der Schule zu begeistern“, beschrieb Michael Schulz die zukünftige Zielstellung beider Vertretungen.
Besonderes ausgiebig wurde an diesem Wochenende das Thema Inklusion, also der Integration von Schülern mit körperlicher Benachteiligung oder Lernschwächen, in die allgemeinbildenden Schulen, diskutiert. Diese Thematik wird in großem Maße vom Landeselternrat befürwortet, wenn gleich es auch noch einige Kritikpunkte an dem Konzept auszusetzten gibt.
„Der Landesschülerrat steht diesem Thema deutlich misstrauischer gegenüber“, sagte Vorstandsmitglied Maik Derpinski. „Ich sehe die Gefahr, dass nicht mehr jeder Schüler ausreichend nach seinen Möglichkeiten individuell gefördert oder gefordert wird. Stattdessen sollte das bestehende System optimiert werden“, so Derpinski. Es wird soll sich demnächst eine Arbeitsgruppe innerhalb der Landesschülervertretung bilden, die sich intensiv mit dem Problem auseinander setzten soll, hieß es weiter.
Auffallend für die Schüler bei der gesamten Veranstaltung war der Umgang der Eltern miteinander.
„Viele der Anwesenden haben sich, in sachlichen Diskussionen, oft zu stark von ihren Emotionen lenken lassen und verloren dadurch den Bezug zur eigentlichen Diskussion“, sagte Dejan Panow und ergänzte: „Es ist ebenfalls Schade, dass der Landeselternrat nicht als geschlossenes Team agiert, sondern jeder sich selbst profilieren möchte. Dadurch geht viel unter“.
Am Samstag mussten die Schülervertreter den Weg nach Berlin zur Bundesschülerkonferenz antreten. Dort stellten sie kurz die vom europäischen Sozialfonds geförderte Reihe: „ Mach´s dir selbst – Schülervertreter an der selbstständigen Schule“ vor. Dies stieß bei den Schülervertretern der anderen Bundesländer auf große Hochachtung, besonderes für das Engagement der Aktiven in Mecklenburg-Vorpommern. Demnächst wird eine Delegation erneut zur Bundesschülerkonferenz reisen, diesmal aber in Hessen, teilte der Vorstand mit.
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