
Dr.Marianne Linke
"Lebenslanges Lernen fängt mit vorschulischer Bildung an. Sie ist die Basis der
Persönlichkeitsentwicklung der Kinder", sagte Sozialministerin Dr. Marianne
Linke (Die Linkspartei.PDS) (
Visitenkarte )heute im Landtag. Die Ministerin befürwortete den
Koalitionsantrag zur Einrichtung der Kommission "Lebenslanges Lernen in
Mecklenburg-Vorpommern".
Die Kommission könne langfristige Orientierungen für Bildung und Erziehung im Land geben. "Wichtige Schritte sind bereits getan. Mit der Umsetzung des Kindertagesförderungsgesetzes ist die Qualität der Kindertagesbetreuung im Land deutlich gestiegen. Die bildungspolitische Bilanz für das KiföG ist im Ländervergleich beispielgebend. Die Einrichtungen in unserem Land entwickeln sich zu Bildungsstätten", erklärte die Ministerin in ihrer Rede.
Ihr Ziel sei es, so Frau Dr. Linke, Chancengleichheit für alle Kinder zu erreichen. Die Politik müsse auf den in Deutschland unübersehbaren Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungschancen der Kinder reagieren.
Mit dem im KiföG normierten Bildungsauftrag und dem an der Universität Rostock erarbeiteten Rahmenplan für vorschulische Bildung sind nach Aussage der Ministerin wesentliche Voraussetzungen für die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen geschaffen. "Das Fundament steht, die engagierten Erzieherinnen in unserem Land bauen darauf auf", sagte Frau Dr. Linke. Als wirkungsvoll habe sich die Fort- und Weiterbildung der Erzieherinnen durch die von 25 auf 60 erhöhte Zahl der Fachberaterinnen erwiesen.
In der Umsetzungsphase des Gesetzes sei es gelungen, die wissenschaftlichen Kapazitäten des Landes - die Universität Rostock und die Fachhochschulen Wismar und Neubrandenburg - zusammenzuführen. "Damit ist das ehemalige Stiefkind Frühpädagogik zu einem wissenschaftlich gut betreuten Sprössling geworden."
Die Ministerin sieht drei Schwerpunkte politischer Arbeit, um das bisher Erreichte auszubauen: "Das sind die Entwicklung des Rahmenplanes zu einer verbindlichen Grundlage für alle Altersgruppen, die engere Zusammenarbeit von Schule und Hort sowie die weitere Qualifizierung und schrittweise Akademisierung der Pädagoginnen und Pädagogen." Letzteres bedürfe einer Evaluation und Neuordnung auf der Grundlage internationaler Standards.
Die Landesmittel für die Kindertagesförderung sind seit 2002 um 21 Prozent von
74 Millionen Euro auf die Rekordsumme von 90 Millionen Euro erhöht worden. Darin
enthalten ist die Finanzierung eines kostenloses Vorschuljahres, für das in
diesem Jahr sieben Millionen Euro zur Verfügung stehen. ![]()
