Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern März/2006


08. März 2006
Inzwischen drei Katzen auf Rügen nachweislich mit Vogelgrippe-Virus infiziert

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat gestern Abend für zwei weitere Katzen von der Insel Rügen die Infektion mit dem gefährlichen H5N1-Virus bestätigt. Beide Tiere, die keinem Tierhalter zugeordnet werden konnten, waren am 4. März im Raum Schaprode/ Wittower Fähre verendet aufgefunden worden. Dorther stammte auch die erste infizierte Katze.

Nach den Sektionsbefunden des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock waren beide Katzen erkrankt. In weiteren Untersuchungen soll abgeklärt werden, ob die Tiere an der H5N1-Infektion verendet sind.

Die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Katzen hat sich damit auf drei erhöht, andere Säugetiere sind bislang nicht betroffen. Die Zahl der infizierten Wildvögel in Mecklenburg-Vorpommern hat sich ebenfalls um fünf auf nunmehr 151 erhöht. Es handelt sich dabei um eine Samtente aus Wismar sowie vier Höckerschwäne von der Insel Rügen.

Alle Tests bei Hausgeflügel verliefen dagegen weiter negativ. Untersucht wurden bisher 3.944 Proben von Wildvögeln und Nutzgeflügel sowie 95 Proben von Säugetieren.

Alle bislang im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei erfolgten Untersuchungen auf das Geflügelpest-Virus bei Fischen und in Wasserproben, die aus Küstenbereichen mit relativ hohem Gefährdungspotenzial (Raum Wittower Fähre) stammten, verliefen mit negativem Ergebnis.

Die Kommunen sind aufgefordert worden, in bei den Bestreifungen den Schutzzonen - insbesondere im Bereich des akuten Geschehens auf Rügen - verstärkt nach verendeten oder erkrankten Katzen zu suchen. Kranke Katzen sind schnellst-möglich einzufangen und einer Untersuchung zuzuleiten.

Tierhalter in diesen Bereichen werden nochmals aufgefordert sicherzustellen, dass Katzen keinesfalls mit infizierten Vögeln in Kontakt kommen. Geflügelhalter müssen sicherstellen, dass ein Kontakt von Geflügel mit Katzen ausgeschlossen wird. Bei den Anzeichen einer Erkrankung von Hauskatzen wird dringend das Aufsuchen eines Tierarztes empfohlen.

Jeder sollte beim direkten Kontakt mit Katzen auf Einhaltung der persönlichen Hygienemaßnahmen achten. Kinder sind dazu anzuhalten, fremde Katzen nicht zu berühren.

Mit Bezug auf die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse macht Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erneut deutlich. "Das Risiko, sich mit dem hoch pathogenen Vogelgrippe-Virus zu infizieren, wird im Rahmen eines gewöhnlichen Freizeitverhaltens von Bürgern, Urlaubern und Erholungssuchenden nach wie vor als unwahrscheinlich eingeschätzt." Eine Seite Zurück

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