Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern Februar/2006


21.Februar 2006
Neue Bausteine bei der Berufsfrühorientierung (BFO)

Um Schülerinnen und Schüler besser auf das Berufsleben vorbzubereiten, wurden neue Möglichkeiten für die Berufsfrühorientierung erarbeitet. Sie sind zusätzliche Angebote zum Schülerbetriebspraktikum und werden gemeinsam mit den Trägern der beruflichen Bildung und der ausbildenden Wirtschaft ab dem Schuljahr 2006/07 umgesetzt.

Bis zu 12.000 Schülerinnen und Schüler sollen daran teilnehmen können. Diese Angebote können die regulären Betriebspraktika und die Angebote der Berufsberatung sinnvoll ergänzen und die Berufswahlkompetenz junger Menschen erhöhen.

Die beiden neuen Programmbausteine "BFO zur Erprobung in der Praktikumszeit" und "BFO zur Vertiefung in der Praktikumszeit"gestalten sich wie folgt:

Nach einem fünftägigen Betriebspraktikum im ersten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe acht folgt ein weiteres fünftägiges Praktikum - die Orientierungsphase. Schülerinnen und Schüler erhalten in Ausbildungs-werkstätten die Möglichkeit, in fünf Berufsfelder hinein zu schnuppern und sie auszutesten.

Die Nachbereitung dieser Phase erfolgt durch die Schule in Kooperation mit der Berufsberatung.

Dieses Praktikum findet im zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe acht statt und ist im BFO Programm im Modul "BFO zur Erprobung in der Praktikumszeit" enthalten.

In der Jahrgangsstufe neun können die Jugendlichen im Modul "BFO zur Vertiefung in der Praktikumszeit" des BFO-Programmes zwei Wochen einen selbst gewählten Beruf erkunden. Sie lernen berufsspezifische Arbeitsmittel wie Werkzeuge, Maschinen und Materialen kennen und machen sich mit Inhalten, Anforderungen und Chancen im gewählten Berufsfeld vertraut. Zur Vertiefung gehören ebenso das Kennenlernen einfacher Grundfertigkeiten wie auch die Vermittlung einfacher fachgerechter Kommunikation. Die Nachbereitung durch die Schule findet wieder in enger Kooperation mit der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit und den beteiligten Ausbildern unter anderem auch zur Vorbereitung der nachfolgenden betrieblichen Schülerpraktika statt.

Diese so genannte Vertiefungsphase in der Praktikumszeit wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.
In der zehnten Klasse erfolgt wieder ein abschließendes fünftägiges Betriebspraktikum.
Wo können die Schülerinnen und Schüler Praktika durchführen?

Dafür ergeben sich 2 Möglichkeiten:

1. Fachlich geeignete Bildungsträger (Bildungszentren der Kammern, Jugendhilfeträger, Berufsbildungsvereine und sonstige private Bildungsträger oder landwirtschaftliche Fachverbände) unterbreiten interessierten Schulen und ihren Schülerinnen und Schülern Angebote zum Ausprobieren von Berufen in mindestens fünf Bereichen in geeigneten Werkstätten bzw. Bildungsstätten.

2. Alternativ dazu können auch Unternehmen interessierten Schülerinnen und Schülern betriebliche Kurzzeitpraktika in fünf unterschiedlichen Berufsfeldern anbieten.

Erstmals können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 im kommenden Schuljahr 2006/07 diese neuen Programmteile nutzen.

Für die neuen Baussteine des BFO-Programmes stehen bis 2013 pro Jahr 810.000,00 € des Europäischen Sozialfonds, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der Heinz-Nixdorf Stiftung zur Verfügung.

Damit in unseren Schulen die berufliche Orientierung und Beratung weiter ausgestaltet werden kann, werden die Schulen ab Anfang März 2006 auf Schulleiter-dienstberatungen über die neuen Standards und Programme informiert werden, die das Bildungsministerium gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Staatlichen Schulämtern durchführen wird.Eine Seite Zurück

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