Fachkabinette in Mecklenburg-Vorpommerns Schulen gut ausgestattet - Landesweite Umfrage
Schwerin - Die Ausstattung der Schulen mit Computern wird in Mecklenburg-Vorpommern mit gut bis sehr gut bewertet. Das hat eine dpa-Umfrage unter Schülern, Lehrern und Behörden ergeben. Vor ein paar Jahren habe es im Land noch anders ausgesehen, sagte der Dezernent für Informatik und Medienerziehung am Landesinstitut für Schule und Ausbildung (LISA) in Schwerin, Jan Hartmann. Daher startete das Bildungsministerium 2001 die Landesinitiative Neue Medien, in die bis Ende 2005 fast 28 Millionen Euro flossen. "Damit wurde die Grundausstattung der Schulen mit Computern und Beamern bis hin zur Vernetzung finanziert. Schulen, die bereits ausgestattet waren, konnten Fördermittel für Projekte erhalten", sagte Hartmann.
Die Sprecherin des Bildungsministerium, Johanna Hermann, verwies darauf, dass im Durchschnitt des Landes in der Sekundarstufe I und II für zehn Schüler ein Computer zur Verfügung steht, in der Grundschule für neun Schüler. Das liege über dem Bundesdurchschnitt von zwölf beziehungsweise zehn Schülern je PC, aber unter den internationalen Spitzenwerten von fünf Schülern je PC. Im Unterricht in den Fachkabinetten arbeite in der Regel jeder Schüler an einem Computer. Die Zahl der Computer-Arbeitsplätze im Land sei von 6820 im Schuljahr 2000/01 auf 17 384 im Schuljahr 2004/05 erhöht worden.
Für den Ersatz der Technik sind Hartmann zufolge eines Tages die
Schulträger, zumeist also die Kommunen, zuständig. "Sie haben jetzt fünf
Jahre lang sparen können", sagte er. Allerdings seien die Haushalte überall
eng. Noch gebe es zum Glück keinen dringenden Erneuerungsbedarf. Der Umgang
mit den Computern ist nach Ansicht des Landesschülerrates M-V von Schule zu
Schule sehr verschieden. "An einigen Schulen gibt es eine Top-Ausstattung,
aber die Schüler können außerhalb des Unterrichts nicht ran", kritisierte
Vorstandsmitglied Dejan Panow. Andere wiederum stellten jedem Schüler eine
eigene E- Mail-Adresse zur Verfügung, über die auch schulische Informationen
wie Vertretungspläne oder Klausurthemen gemailt würden.
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Artikel erschienen am Mondtag, 6. Februar 2006:
http://www.welt.de/data/2006/02/06/841582.html
