Archiv - 2006

Schwerin, 28. März 2006 13.00 – 15.20 Uhr
Schweriner Schloss

"Mehr Selbstständigkeit für Schulen" – Halbzeitbilanz nach anderthalb Jahren.

Nachdem der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Herr Prof. Dr. Dr. med. Hans-Robert Metelmann die Konferenz eröffnet hat und Herr Dr. Thomas Klischan von Nordmetall weitere einleitende Worte sprach, begannen die beiden Schulleiterinnen Frau Brigitte Zeplien und Frau Ilona Vierkant, den Vortrag zu leiten.

Das Pilotprojekt Selbstständige Schule wird derzeit an 20 Schulen erfolgreich praktiziert. Worauf sich alle Beteiligten geeinigt haben, war, dass das vermittelte Wissen immer in erster Linie zukunftsweisend sein soll. Konkret sieht das so aus, dass an den Ganztagsschulen vorwiegend Blockunterricht erteilt wird, der 90 Minuten andauert und im Anschluss längere Pausen als eigentlich gewohnt bedingt. Somit entstehen wahre Lernwerkstätten, die individuelle Förderung ermöglichen. Weiterhin steht Methodentraining im Vordergrund, d. h. „Lernen lernen“. Begünstigt wird dies durch freie Lernorte, wohin man sich bei Bedarf zurückziehen kann. Abitur gibt es nach zwölf Jahren, die Zeugnisse geben Aufschluss über Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Methodenkompetenz. Es gibt auch neue Unterrichtsfächer, wie z. B. „Flexibles Lernen“. Dabei sind Lehrer nicht länger Durchführer von Frontalunterricht, sondern als Lernberater und –begleiter tätig.
Die Übertragung von Methoden aus der Wirtschaft wie Personalmanagement und eigenständige Haushaltsführung macht es möglich, dass der Vertretungsunterricht besser geregelt werden kann, für frei werdende Lehrerstellen Stellenausschreibungen durchgeführt werden und der Beschäftigungsumfang festgesetzt wird. Auf der anderen Seite werden auch mit Schülern Leistungsvereinbarungen getroffen.
Das Ganze muss gesponsert werden und ist vergleichsweise kostenintensiv. Klischan machte deutlich, dass die derzeitige Finanzierung als Anschubfinanzierung verstanden werden muss.

Als Fazit wurden die schon erreichten Ziele genannt, wie etwa die stärkere Identifizierung mit der eigenen Schule sowie die deutliche Erhöhung von Motivation und Engagement. Weniger positive Nebenaspekte wurden allerdings nicht angesprochen. Eine Seite Zurück

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